Schnurstracks | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Schnurstracks

Schnurstracks ist wohl kein Wort, das im heutigen Alltagsgebrauch eine häufige Erwähnung findet.

Wenn wir den Verlauf der Wege in unserem Wald genauer betrachten, so kann dieser Begriff durchaus seine Anwendung finden.

Von der Hauptstraße (L 303) über die Waldstraße, vorbei am Gewerbegebiet, bis zur Wölferlinger Grenze, verläuft die befahrbare Strecke „schnurstracks“, also gerade, wie von einer Schnur gespannt.

Ebenso von der L 303 übers Großstück, den kleinen Schlenker am Ende des geteerten Abschnitts wollen wir augenzwinkernd unter den Tisch fallen lassen. Er verläuft dann später gerade weiter entlang der „Alten Poststraße“, bis zum Vierherrenstein.

Es wären noch weitere Beispiele anzuführen, besonders auch die Verbindungswege zwischen den angesprochenen Schneisen.

All dies sind keine Zufallsprodukte, sondern beruhen auf einer beabsichtigten Planung zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

Schnurgerade, befestigte Wege bekamen bei der zunehmenden Kommerzialisierung des Waldes, für den zügigen Abtransport des Holzes eine wachsende Bedeutung.

Spaziergänger und Fahrradfahrer genießen die Wege durch den in seiner Funktion erweiterten Erholungswald erst sehr viel später.


Roland Müller, Ortsbürgermeister